Eifel-Tage 2014: Die Zukunft des Täter-Opfer-Ausgleichs gemeinsam gestalten

Der Täter-Opfer-Ausgleich hat sich nur sehr begrenzt durchgesetzt. Nur ein sehr kleiner Teil aller anklagefähigen Delikte werden von der Justiz vorgeschlagen. Er ist eine Marginalie im Strafrecht und droht - ähnlich wie das Adhäsionsverfahren - 'totes Recht' zu werden.

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand:

  • Die Justizpraxis hat sich als ein denkbar schlechtes Filtersystem für die Auswahl geeigneter Fälle erwiesen.

  • Alle vorhandenen Finanzierungsmodelle zeigen erhebliche Schwächen auf und sind mehr Hemmnis als Unterstützung für einen weitere Ausbau.

  • Der Täter-Opfer-Ausgleich ist in der Bevölkerung nicht ausreichend bekannt. Die von Gesetzgeber angestrebte autonome Konfliktregelung 'auf Augenhöhe' findet „verquer im Gerichtssaal“ oder gar nicht statt.

Es ist also an der Zeit, dass sich diejenigen, welche sich mit diesem Zustand nicht abfinden wollen, einmal in Ruhe, ohne Tabus und ohne berufsständisches Kalkül um eine Analyse bemühen. Darauf basierend könnte eine Roadmap entwickelt werden, die dem Ziel einer weiteren Verbreitung von Restorative Justice und Täter-Opfer-Ausgleich auch tatsächlich gerecht wird.

Wir glauben, dass viele diese augenblickliche Entwicklung auch nicht zufrieden stellt und sie wichtige Beiträge für die Entwicklung einer solchen Roadmap leisten können.

Der Verein Tatausgleich und Konsens lädt deshalb alle, die sich mit der oben skizierten Situation nicht abfinden wollen und einen Beitrag zur Veränderung leisten wollen zu einer Open-Space-Konferenz vom 19. bis 21. September 2014 in die schöne Süd-Eifel ein.

Programm: Download als PDF

Anmeldeformular: Download als ausfüllbare PDF

Datum: 

Freitag, September 19, 2014 - 14:00 bis Sonntag, September 21, 2014 - 12:00